Mit der Räuberbahn entspannt durch die Sommerferien

Kinderrätsel und Imbiss an Bord, vielfältige Ausflugsziele!

Die familienfreundlichste Freizeitbahn von Baden-Württemberg fährt in Oberschwaben: Die Räuberbahn zwischen Aulendorf und Pfullendorf ermöglicht einen entspannten Familienausflug. Aber auch Naturfreunde, Radfahrer und Wasserratten kommen auf ihre Kosten.

Schon die Anreise ist ein Erlebnis für Groß und Klein: Die Macher der Räuberbahn haben jetzt zum Ferienbeginn für Kinder ein umfangreiches Rätsel- und Ausmalheft mit großem Preisausschreiben aufgelegt: so vergeht die „Zeit wie im Zug“. Die Kleinen dürfen auch mal dem Lokführer über die Schulter schauen. Ein Bord-Imbiss versüßt die Fahrt mit Brezeln, Naschereien, Limo oder Kaffee. Und aus den großen Zugfenstern ergeben sich wunderbare Seitenblicke auf die sanfte Hügellandschaft.

Für Groß und Klein gibt es spannende Ausflugsziele

So werden Räuber-Kinder begeistert sein vom Pfullendorfer Zinkenpfad: Dabei gilt es, die Zinken-Symbole zu finden und zu erraten, was die sie bedeuten könnten. Den Zinkenplan gibt es in der Räuberbahn beim Zugbegleiter und am Ende wartet eine Belohnung auf die kleinen Räuber. Direkt neben dem Räuberbahn-Halt wartet ferner als neue Attraktion ein riesiger Räuberburg-Spielplatz – vermutlich der erste Spielplatz mit Bahnanschluss.

Für Wasserratten bieten mehrere Naturbäder und Badeseen Wellness und Spaß, so der Königseggsee mit eigenem Bahnhaltepunkt in Hoßkirch, oder das Naturseebad in Altshausen. Auch der überregional bekannte Seepark Linzgau in Pfullendorf bietet vielfältige Wasser- und Freiluftaktivitäten mit Abenteuer-Golf (samstags Rabatt für Bahnfahrer), Bademöglichkeit oder Wasserski.

Am anderen Streckenende lockt Aulendorf mit seiner großen Sonderausstellung “PLAYMOBIL-Spielgeschichte(n)” im Schloss, nur 10 Min Fußweg vom Bahnhof entfernt.

Ganz besonders lohnt sich eine Räuberbahn-Fahrt am 23. August und Anfang September, wenn wieder die beliebten Eselwanderungen vom Bahnhof Burgweiler ins Pfrunger-Burgweiler Ried angeboten werden. Die Esel erwarten dabei die großen und kleinen Fahrgäste direkt am Bahnsteig nach der Zugankunft zu einer rund 4-stündigen Wanderung ins Ried. Dabei dürfen Kinder aufsitzen und selber reiten, die Erwachsenen dürfen die Langohren führen.

Entlang der einst stillgelegten Räuberbahn-Strecke erwartet den Erholungssuchenden aber auch weitläufige, wildromantische und wenig überlaufene Natur – wie das Pfrunger-Burgweiler Ried, zweitgrößtes Moor in Südwestdeutschland. Über 150 km Radtouren- und Wanderwege erschließen die oberschwäbische Region ab den Räuberbahn-Stationen. Rund 40 Touren mit Landkarte und Fahrplan haben die Macher der Räuberbahn auf dem interaktiven Freizeitportal raeuberbahn.de erarbeitet.

Günstig oder kostenlos: Tarife

Dank der günstigen Nahverkehrstarife ist das Fahrvergnügen in der Räuberbahn ausgesprochen preiswert: Aus Richtung Friedrichshafen empfiehlt sich die bodo-GruppenTageskarte für 5 Personen um 17,90 € (Verkauf am Automaten oder in der Räuberbahn); von Sigmaringen kommend gibt es ebenfalls preiswerte naldo-Gruppentageskarten. Und für größere Rundfahrten empfiehlt sich das Baden-Württemberg-Ticket sowie alle weiteren Tickets zum DB-Tarif. Die Fahrradmitnahme ist kostenlos.

Und Übernachtungsgäste in der Ferienregion Nördlicher Bodensee zwischen Pfullendorf und Ostrach fahren mit der Räuberbahn-Gästefahrkarte – die sie vom Gastgeber bekommen – sogar kostenlos!

Die Räuberbahn pendelt immer an allen Samstagen und Sonntagen zwischen Aulendorf und Pfullendorf; der erste Zug morgens kommt umsteigefrei aus Ulm (ab 8:29 uhr) und Biberach, der letzte Zug von Pfullendorf fährt abends weiter nach Ulm. So ermöglicht die Räuberbahn auch einen Wochenendurlaub in Oberschwaben.

 

Zum Hintergrund zur Räuberbahn:

Die oberschwäbische Räuberbahn-Strecke, die Pfullendorf, Ostrach und Altshausen verbindet, war einst stillgelegt und wurde 2009 Nebenbahn von den Anliegerkommunen 2009 reaktiviert. Inzwischen hat sich die Räuberbahn zu einer festen Größe im Freizeitbereich entwickelt, auch dank finanzieller Unterstützung durch das Verkehrsministerium Baden-Württemberg. Neben dem Freizeitverkehr spielt sie auch im Frachtverkehr eine immer bedeutendere Rolle. Hinter der Räuberbahn stehen die Stadt Pfullendorf als Eisenbahninfrastrukturbetreiber, der Verkehrsverbund Bodensee-Oberschwaben (bodo) sowie die örtliche Touristikorganisation.

 


28. Juli 2020

Kinderspaß in Raeuberbahn

Die kinderfreundliche Räuberbahn bietet mit einem Rätselheft eine kurzweilige Zugfahrt für kleine Fahrgäste. Foto: Frank von Meißner